
Mitglieder von »Sarva Samaaj« (eine bedeutende Organisation, die Stammesgemeinschaften vertritt) haben diese Kundgebung als Reaktion auf Vorwürfe geplant, wonach erzwungene Religionswechsel stattfinden und Außenstehende in ihre Dörfer eindringen, um fremde Religionen, insbesondere das Christentum, zu verbreiten.
Die Mitglieder des Komitees gaben an, Beschwerden erhalten zu haben, wonach Angehörige anderer Glaubensrichtungen (Christen und andere religiöse Minderheiten) unschuldige Dorfbewohner beeinflussen und sie dazu verleiten, eine fremde Religion anzunehmen, wodurch sie von ihren traditionellen und stammesbezogenen Glaubensvorstellungen abgebracht werden.
Eine schriftliche Beschwerde wurde bei der örtlichen Dorfpolizeistation eingereicht, doch es wurden keine Maßnahmen ergriffen; daher wurde einstimmig beschlossen, dem zuständigen Polizeibeamten ein weiteres Memorandum zu überreichen, in dem rasches Handeln in dieser Angelegenheit gefordert wird.
Schließlich beschlossen die Mitglieder des Komitees, dass, sollten keine Maßnahmen aufgrund ihrer Beschwerde ergriffen werden, am 20. Juni 2026 in Narayanpur eine Großkundgebung sowie ein Programm zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit organisiert werden sollen. Das Komitee hat zudem zu einer vollständigen Stilllegung des öffentlichen Lebens im Bezirk an diesem Tag aufgerufen. Es wird eine große Versammlung von Vertretern verschiedener Gemeinschaften, sozialer Organisationen und Dörfer erwartet.
Mit dieser Kundgebung wollen die Demonstranten ihre Stimme für soziale Harmonie und den Schutz ihrer traditionellen Stammeskultur erheben und der Regierung ihre Anliegen darlegen, wobei sie sich im Rahmen der gesetzlichen Grenzen bewegen wollen. Die Redner betonten, dass der Protest friedlich verlaufen und die Einheit aller Gemeinschaften fördern werde.
Dhruv Baiga*, ein lokaler Partner von Open Doors, berichtet: »In Chhattisgarh herrschen christenfeindliche Aktivitäten, und das Klima für die Christen ist ungünstig. Es gibt anhaltenden Hass, Proteste und Drohungen zur Rückbekehrung, ein geändertes Anti-Bekehrungsgesetz, körperliche Angriffe auf Pastoren sowie eine strenge Überwachung christlicher Organisationen und Einrichtungen.
Da eine weitere große Kundgebung geplant ist, verschlechtert sich die Lage für die christliche Gemeinschaft in Chhattisgarh zunehmend und wird immer kritischer.«
erklärt Dhruv, lokaler Partner von Open Doors
Dhruv appelliert: »Die Landes- und die Zentralregierung sollten eingreifen, die Lage einschätzen und sich für Frieden und Harmonie zwischen allen Religionen einsetzen, da solche Kundgebungen in der Vergangenheit bereits Christen ins Visier genommen und Gewalt geschürt haben. Sie sollten es den Menschen ermöglichen, ihre Religionsfreiheit und ihr Recht auf Religionsausübung wahrzunehmen und einen sicheren Ort für den Gottesdienst zu haben. Ich bitte auch die weltweite Kirche, das Bewusstsein für diese Situation zu schärfen und um Gottes Kraft und Trost für alle Christen in Chhattisgarh zu beten.«
*Name aus Sicherheitsgründen geändert
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