
Täglich verlieren im Iran Demonstranten bei den Protesten gegen das Mullah-Regime ihr Leben. Christen sind im Iran seit langem extremer Verfolgung ausgesetzt; auf dem gestern erschienenen Weltverfolgungsindex 2026 belegt der Iran Platz 10.Gegenwärtig besteht die Gefahr, dass sie als Sündenböcke noch härter als bisher verfolgt werden. Die beste und wichtigste Antwort auf die zahlreichen Hilferufe aus dem Land ist unser Gebet.
Was sich derzeit auf den Straßen des Iran abspielt, ist nicht nur das Ergebnis wirtschaftlicher Zwänge und existenzieller Herausforderungen, sondern spiegelt eine weitaus tiefgreifendere Krise wider. Was wir heute im Iran erleben, ist ein Schrei nach Würde, Gerechtigkeit und Leben selbst. Die Straßenproteste haben sich auf das gesamte Land ausgeweitet, und die Sicherheitskräfte reagieren mit Massenverhaftungen und tödlicher Gewalt, um die Menschenmengen unter ihre Kontrolle zu bringen.
Die iranischen Behörden verfolgen Konvertiten und Leiter von Hauskirchen seit vielen Jahren. Die Regierung sieht in christlichen Konvertiten einen Versuch westlicher Länder, den Islam und die islamische Regierung des Iran zu untergraben. Immer wieder
verhängen Gerichte langjährige Haftstrafen gegen Christen wegen »Gefährdung der nationalen Sicherheit« und »Propaganda«. Die iranische Menschenrechtsorganisation »Article18« hat dokumentiert, wie der Staat Christen als ausländische Agenten diffamiert.
Dementsprechend wurden christliche Konvertiten bereits in früheren Krisen als Bedrohung für die nationale Sicherheit behandelt (zuletzt während des kurzen Konflikts zwischen dem Iran und Israel). Leider wiederholt sich dieses Muster während des gegenwärtigen
Aufstands.
Iranische Christen spüren in der gegenwärtigen Krise dieselbe Sehnsucht nach Frieden, Freiheit und ein Ende der Unterdrückung durch das Mullah-Regime wie weite Teile der Bevölkerung. Sie verstehen die gegenwärtigen Proteste nicht als religiösen Aufstand,
sondern als eine einheitliche nationale Bewegung. Hinzu kommen ihre eigenen Erfahrungen als stark verfolgte Minderheit, die sich nicht einmal legal versammeln darf (Ausnahme: nicht farsisprachige Kirchen).
Ein iranischer Christ berichtet:
»Unser geliebter Iran schreit nach Gerechtigkeit, Würde und einer Zukunft, in der alle Bürger, auch Christen, in Frieden und ohne Angst und Armut leben können. Möge der Mut unseres Volkes der Keim für ein erneuertes und geeintes Heimatland sein.«
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