
»Dieser Schmerz ist wie eine Geburt, er geht mit Leid einher, aber wir beten, dass er bald Leben und Freiheit bringt«, sagt Sahar*, eine Christin aus dem Süden des Iran. »Bitte betet weiter, die Menschen hier brauchen Hoffnung. Sie müssen wissen, dass es einen Retter gibt.«
Sahars Hoffnung und Gebet beschreiben die allgemeine Lage im Iran, während das Land eine weitere Woche gewaltsamer Militärschläge und Zerstörung hinter sich hat.
Die Haftbedingungen im Evin-Gefängnis in Teheran, wo zahlreiche Christen und politische Gefangene inhaftiert sind, haben sich verschlechtert. Die Versorgung mit Lebensmitteln und die Kommunikation wurden eingestellt und Gefangene werden an geheime Orte verlegt. Derzeit sind die Häftlinge sowohl internen Gefahren als auch dem andauernden externen Konflikt ausgesetzt.
Am 4. März erließ die israelische Armee eine Evakuierungswarnung für alle Zivilisten im Gebiet von Teheran rund um das Evin-Gefängnis. Derzeit gibt es im Iran etwa 43 christliche Gefangene, die alle wegen ihres Glaubens an Jesus verhaftet wurden. Zwar befinden sich nicht alle in Evin, doch viele sind dort inhaftiert – und ein Angriff auf das Gefängnis würde sie alle in Gefahr bringen.
Die iranischen Christen beten und fasten schon seit geraumer Zeit vor der Eskalation des Krieges und beklagen die Unterdrückung durch die Regierung und ihre gewaltsamen Repressionen gegen Demonstranten, die Tausende von Todesopfern gefordert haben. Heute dauern diese Gebete an und sind noch dringlicher, da sie unter akuten Kriegshandlungen leben und einer ungewissen Zukunft entgegensehen.
»Als ich mit dem Auto unterwegs war, dachte ich zunächst, ich würde mir diese Szene nur einbilden, aber dann sah ich sie schließlich mit eigenen Augen«, erzählt Maryam*, eine Christin aus dem Süden des Iran, die sich an Gottes Verheißungen und seine Treue erinnert. »Wasser floss durch ausgetrocknete Täler, genau wie es der Herr versprochen hatte. Diese Hoffnung lebt in meinem Herzen: Gott handelt, und seine Zusagen geraten nicht in Vergessenheit. Die Erlösung des Iran wird mit Sicherheit kommen. Unser Herr lebt!«
Auch wenn viele Christen die Hoffnung bewahren, sind sie doch auch besorgt und verängstigt, was die Zukunft angeht. »Die Stimmung hier ist sehr bedrückend und die Sicherheitsvorkehrungen sind sehr streng.«
«Ich bin gestresst bei dem Gedanken, mein Handy mitzunehmen, wenn ich das Haus verlasse, weil es zu Verhaftungen kommen kann. Aber ich weiß, dass Gott wirkt,«
sagt Sahar.
Ahmad*, ein Christ aus einer Hafenstadt, teilt diese Hoffnung. »Gott stärkt uns«, sagt er. »In diesen Tagen ist Psalm 94 meine Quelle des Trostes. Er erkennt die Verzweiflung und Ungerechtigkeit an, bekräftigt aber, dass Gott sieht, richtet und handelt.«
Diese Zeugnisse erinnern uns daran, dass die Kirche im Iran trotz Angst und Unsicherheit im Gebet vereint bleibt und auf Gottes machtvolles Eingreifen für eine Zukunft wartet, in der die iranischen Christen endlich ihren Glauben frei ausüben können. »Wir glauben, dass die Geburt einer neuen Zukunft für den Iran näher rückt, nach Gottes perfekten Zeitplan und seinem Willen«, sagt Behzad*.
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