
Pastor Samuel* aus dem mehrheitlich islamischen Kasachstan hat sich mit der Bitte um Gebet an Open Doors gewandt. Seine Kirche hat verschiedene Initiativen gestartet, um den Menschen in ihrem Umfeld ganz praktisch zu dienen. Vor einigen Monaten musste ihr Kindergarten auf behördliche Anordnung hin schließen. Auch ein Reha-Zentrum ist bedroht.
Bereits vor vielen Jahren hat Pastor Samuels Gemeinde in einem Vorort der kasachischen Metropole Almaty ein großes Haus für ihre Versammlungen gekauft. »Wir haben es zunächst renoviert und wollten der Gemeinschaft dienen, also haben wir ein Rehabilitationsprogramm für Drogen- und Alkoholabhängige ins Leben gerufen«, berichtet er. Das Zentrum ist seit 2011 in Betrieb. »Irgendwann begannen Vertreter der nahegelegenen Moschee, sich zu beschweren, und forderten, dass der Staat uns unser Gebäude wegnehmen solle. Auch viele Nachbarn schlossen sich den Forderungen an«, erklärt der Pastor weiter.
Die Regierung führte zahlreiche Kontrollen durch, aber da alle erforderlichen Dokumente vorhanden waren, wurde die Angelegenheit zunächst zu den Akten gelegt. Immer wieder wurden jedoch Stimmen laut, die ein Eingreifen des Staates forderten. Mittlerweile hat die Staatsanwaltschaft Klage eingereicht und ein Gerichtsverfahren ist im Gange.
Neben der Betreuung von Drogen- und Alkoholabhängigen gab es noch andere Bereiche, in denen die Christen Handlungsbedarf entdeckten: »Es gab kein Wasser im Dorf. Also haben wir einen Wasserturm gebaut, der dem Ort 15 Jahre lang gedient hat«, erzählt Samuel und führt aus: »Wir haben auch medizinische Projekte und Bildungsprogramme im Dorf durchgeführt.« So entstand die Idee, eine Kinderbetreuungseinrichtung zu eröffnen. Auf der Suche nach passenden Räumlichkeiten stießen Gemeindemitglieder auf eine ehemalige Tischlerei. Sie erwarben das heruntergekommene Gebäude, renovierten es und eröffneten den Kindergarten. Geleitet wird diese von Mitgliedern der Kirche, die dort etwa hundert Kinder aus dem Dorf betreuten – bis zur Schließung der Einrichtung Anfang des Jahres.
Zuvor hatten sich immer mehr Dorfbewohner schriftlich bei der Staatsanwaltschaft beschwert. »Sie behaupten, wir würden dort religiöse Aktivitäten durchführen«, sagt Samuel. Auch höhere Regierungskreise wurden auf die Kinderbetreuungseinrichtung und auf Pastor Samuels Dienst aufmerksam. »Sie ordneten an, unseren Kindergarten für drei Monate zu schließen, verbunden mit der Auflage, das Gebäude gemäß den geltenden Standards zu renovieren.« Doch trotz all dieser Herausforderungen ist die Leidenschaft der Gemeinde ungebrochen. Samuel betont: »Jeder weiß, dass wir an Jesus Christus glauben, darum möchten wir der Gemeinschaft dienen. Bitte betet dafür, dass die Menschen durch diese Ereignisse die frohe Botschaft von Jesus Christus hören!«
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