
Beatriz wuchs im Norden Mexikos in einer christlichen Familie auf. Als Jugendliche träumte sie davon, das Evangelium zu verkünden. Als jedoch ihr Ehemann Marcos* den Gottes Ruf erhielt, die »Zone der Stille« zu evangelisieren, hatte sie Zweifel an dieser Mission.
»›Die Zone der Stille‹ ist einer der gefährlichsten Orte für Christen in unserem Land«, berichtet sie. »Er besteht aus sieben Staaten, die einen Kreis bilden. Dort darf man nicht offen über Jesus sprechen. Man darf weder beten noch öffentlich Gottesdienst feiern und schon gar keine Kirche bauen. Selbst das Gebet vor dem Essen in einem Restaurant kann gefährlich werden.«
Beatriz weiß, wovon sie spricht. Als sie in diese Region kamen, wurden in dem Supermarkt, in dem sie gerade war, Schüsse abgefeuert. Eine teuflische Stimme befahl ihr, den Ort zu verlassen. Sie weigerte sich jedoch. Dann vergiftete ein Nachbar ihren Hund, der das Gesicht ihrer zweijährigen Tochter ableckte, woraufhin diese beinahe gestorben wäre. »Wir eilten ins Krankenhaus und beteten den ganzen Weg. Wie durch ein Wunder gab es dort eine Sauerstoffflasche.« Einige Stunden später war ihre Tochter außer Lebensgefahr.
Da Beatriz nicht offen über ihren Glauben sprechen konnte, suchte sie nach einem Weg, Hindernisse zu umgehen. Sie eröffnete eine kleine Schule, um kleinen Kindern Lesen, Schreiben, Rechnen, Musik und Sport beizubringen. Zunächst sagte Beatriz nichts, sondern knüpfte einfach Freundschaften mit den Müttern. Nach und nach erzählte sie von ihrem Glauben, ihrem Weg mit Jesus und davon, was er mit ihr und für sie getan hatte. So öffneten die Mütter ihre Herzen und sie fingen an, sich heimlich zum Gebet zu treffen.
Bei diesen Treffen entwickeln die Teilnehmerinnen ein besseres Selbstbild, gewinnen an Selbstvertrauen und erkennen, welchen Wert sie in Gottes Augen haben. »Hier ist der Machismus tief verwurzelt. Viele Frauen halten sich für wertlos und erfahren keine Liebe. Einige werden geschlagen oder verlassen. Es bricht mir das Herz, aber Selbstmord ist keine Seltenheit.«
Wenn diese Frauen zusammenkommen, »teilen sie ihren Schmerz miteinander, und nach und nach heilt Gott ihre Herzen. Er ist es, der ihr Leben wiederherstellt.« Sie lesen die Bibel und entdecken ihre Würde, ihre Stärke und ihre Führungskompetenz. Plötzlich sind sie nicht mehr »unscheinbar«, sondern in der Lage, für Christus einzustehen – in einem Land, in dem sogar Jesus-Statuen sich vor denen der Jungfrau Maria verneigen müssen.
Aber diese heimlichen Treffen bleiben trotz allem gefährlich. »Eine Frau sagte mir: ›Wenn meine Familie herausfindet, dass ich hierherkomme, wird sie mich enterben.‹ Eine andere muss sich der Wut ihres Mannes stellen. Er findet, dass sie sich verändert hat, dass sie keine Schimpfwörter mehr sagt und nicht mehr aggressiv ist, und das ärgert ihn.« Außerdem sind die Drogenkartelle wegen dieser Aktivitäten beunruhigt. Wenn sie von einem Treffen erfahren, umzingeln sie das Haus mit gepanzerten Geländewagen und überwachen es. »Am Anfang hatten wir große Angst. Sie hätten uns entführen oder töten können. Aber Gott hat uns jedes Mal beschützt.«
Der Traum von Beatriz? »Dass in zehn Jahren gläubige Frauen ohne Angst leben und ihren Glauben offen ausüben können.« Unterstützen wir diesen Traum mit unseren Gebeten.
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