
Wenn es hungernden Nordkoreanern gelingt, die Grenze zu China zu überqueren, sind sie dadurch noch nicht in Sicherheit. Wenn sie von den Grenzsoldaten entdeckt werden, werden sie sofort in ihr Herkunftsland zurückgeschickt, wo sie verhört und gefoltert, zu Zwangsarbeit verurteilt oder getötet werden.
Obwohl er sich der Gefahr bewusst ist, reist unser Partner Cho* einmal pro Woche an die nordkoreanische Grenze, um nach Flüchtlingen zu suchen und sie mit Wasser, Nahrung und einer Unterkunft zu versorgen. Dazu muss er die gefährlichen Hänge des Grenzgebirges erklimmen.
Eines Tages begegnet er einem jungen Paar, Eun-Yeong* und Cheol-Ho*, die zunächst versuchen, vor ihm zu fliehen, damit er sie nicht denunziert. Aber Cho stellt eine Tasche mit Lebensmitteln und Wasser sowie Planen und Decken zum Bau einer Notunterkunft auf den Boden. Dann geht er weg.
Am nächsten Tag kommt er zurück. Eun-Yeong und Cheol-Ho empfangen ihn mit weniger Misstrauen und im Laufe dieser Begegnungen entsteht ein Dialog:
Derzeit haben alle nordkoreanischen Flüchtlinge die Wahl, entweder durch den Regenwald bis nach Myanmar oder Laos zu fliehen oder die gefährliche Wüste Gobi zu durchqueren, um die Mongolei zu erreichen. Bei seinem nächsten Besuch stellt Cho überrascht fest, dass Eun-Yeong und Cheol-Ho sich ganz anders entschieden haben. Eun-Yeong erzählt ihm, dass sie einen Traum hatte, in dem ein Mann sie bei ihrem Namen rief. Könnte dies Jesus gewesen sein? Um sich die Zeit zu vertreiben, haben sie und Cheol-Ho begonnen, die Bibel zu lesen…
Cho wagt also alles und schlägt ihnen vor, sich einem Zufluchtshaus anzuschließen, wo andere Nordkoreaner wie sie aufgenommen werden und wo sie die Bibel kennenlernen. Über sein Partnernetzwerk an der nordkoreanischen Grenze unterhält Open Doors ein ganzes Netz von »Zufluchtshäusern« für Flüchtlinge aus Nordkorea. Eun-Yeong und Cheol-Ho nehmen das Angebot freudig an.
Nach einiger Zeit übergeben die beiden jungen Nordkoreaner ihr Leben Jesus. Dann treffen sie eine unvorstellbare Entscheidung: Sie möchten in ihr Land zurückkehren, um dort das Evangelium zu verbreiten! Ein Jahr später erhält Cho eine verschlüsselte Nachricht: »Unsere Familie ist auf fünf Personen angewachsen.« Dem Paar ist es gelungen, in einem Land, das dem Glauben gegenüber als völlig verschlossen gilt, drei Menschen zu Jesus zu führen.
Wir schätzen, dass es heute dank mutigen Christen wie Cho, Eun-Yeong und Cheol-Ho 400.000 Christen in Nordkorea gibt. Unvorstellbar! Cho ist motiviert, weiterzumachen: »Ich möchte Leben retten.« Dabei leitet ihn dieser Vers: »Bei Menschen ist das unmöglich, aber bei Gott ist alles möglich.« (Matthäus 19,26).
Wir verwenden Cookies und andere Technologien auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell, während andere uns helfen, diese Website und Ihre Erfahrung zu verbessern. Wir nutzen sie u. a., um Ihnen eine sichere Spendenmöglichkeit anzubieten und um Zugriffe auf unsere Website anonymisiert auszuwerten. Außerdem können wir so eigene YouTube-Videos auf der Website teilen. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet. Weitere Informationen über die Verwendung Ihrer Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Sie können Ihre Auswahl jederzeit unter Einstellungen widerrufen oder anpassen.