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Nachrichten DR Kongo (DRK) | 24 Juli 2026

DR Kongo: Unterstützung lässt neue Hoffnung keimen

 

 
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Das Leben von Tausenden Menschen wurden durch extremistische Gewalt im Osten der Demokratischen Republik Kongo erschüttert. Im Mai konnten lokale Partner von Open Doors Hilfsgüter an mehr als 200 Familien verteilen, die von den anhaltenden ADF-Angriffen betroffen sind.

Tausende Vertriebene, zerstörte Häuser und verlorene Lebensgrundlagen – das ist seit letztem Jahr die traumatische Erfahrung vieler Familien in der Demokratischen Republik Kongo (DRK). Für viele ist das Leben zu einem täglichen Kampf ums Überleben geworden, bei dem sie auf kräftezehrende Arbeit oder die Gastfreundschaft anderer angewiesen sind, um über die Runden zu kommen.
Jüngste Angriffe der Allied Democratic Forces (ADF) im Osten des Landes haben erneut zur Vertreibung von Tausenden von Christen geführt. Viele haben Schwierigkeiten, ihre Miete zu bezahlen, und werden oft von Familien in ihren Gemeinden aufgenommen. Die Rückkehr in ihre Dörfer kann lebensgefährlich sein, und sie müssen schwere körperliche Arbeit verrichten, wie das Tragen schwerer Sandladungen und das Zurücklegen langer Strecken, um Gras zu sammeln und an Viehhalter zu verkaufen.
Die mit dem IS verbündete ADF hat ihre Angriffe auf Zivilisten seit 2025 verstärkt. Zu diesen Angriffen zählen Entführungen, Zwangsarbeit sowie Verbrechen gegen Frauen und Mädchen. Amnesty International bezeichnet diese Handlungen als Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Zu diesen Verbrechen gehören auch Zwangsheirat, erzwungene Schwangerschaften und andere Formen sexueller Gewalt. Die ADF greift Zivilisten als Vergeltung für militärische Operationen an. Laut Amnesty International hat die UNO die ADF als eine der Gruppen eingestuft, die in größtem Maße für die Rekrutierung und den Einsatz von Kindern bei ihren Operationen verantwortlich sind. Diese Kinder, oft im Alter zwischen 13 und 15 Jahren, werden einer Indoktrination, einer islamischen Erziehung und einer militärischen Ausbildung unterzogen.
Trotz anhaltender Bemühungen des nationalen Militärs und gemeinsamer Operationen zur Zerschlagung der ADF baut die mit dem Islamischen Staat verbündete Gruppe ihre Stellung im Osten der DR Kongo weiter aus.
Durch lokale Partner von Open Doors erhalten mehr als 200 christliche Familien in der Provinz Nord-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo humanitäre Hilfe, die die unmittelbare Not lindert. Sie haben uns ihre Dankbarkeit übermittelt, die wir mit Ihnen teilen möchten:

Isaya 

Isaya* ist Vater von sechs Kindern. Er floh vor dem jüngsten Angriff der ADF. »Als Gerüchte die Runde machten, flohen meine Frau und ich aus Musenge, noch bevor die ADF eintraf. Meine beiden erwachsenen Töchter, Immaculée und Dacisse, blieben zurück, um vertriebene Christen in unserem Haus zu beherbergen. Am 24. Jänner 2026 gingen sie auf den Hof, um Lebensmittel zu holen, kehrten jedoch nie zurück. Eine Woche später wurden ihre Leichen gefunden.
Meine Frau und ich leben nun im Haus meines jüngeren Bruders.« 

»Wir haben Mühe, uns zu ernähren, und wenn nichts anderes hilft, riskiert mein Sohn sein Leben, indem er zu eben dieser Farm zurückkehrt, um etwas zu essen zu suchen.«

»Als sie mir sagten, ich solle zurückkommen, hätte ich mir nie vorstellen können, was mich dort erwarten würde. Die Unterstützung, die wir heute erhalten haben, wird uns helfen, durchzuhalten. Vielen, vielen Dank, und Gott segne euch«, sagt Isaya.

Rosaliya 

Rosaliya* ist Mutter von sieben Kindern. Sie erzählt: »2025 griff die ADF das Viertel an, in dem ich in Magurejipa lebte. Da wir nirgendwo hingehen konnten, zogen wir in einen anderen Teil des Dorfes. Wir sind nun Binnenvertriebene und haben keinen Zugang mehr zu unseren Feldern. Um meine Familie zu versorgen, verkaufe ich an einem kleinen Stand Gebäck. Ich bin den Schwestern und Brüdern, die uns heute unterstützt haben, wirklich sehr dankbar. Mit einem Teil dieser Hilfe kann ich meine Kinder ernähren, und der Rest wird unser kleines Geschäft stärken. Gott segne euch! Bitte betet weiterhin für die Sicherheit in unseren Dörfern.«

Suzanna 

Suzanna* wurde mit ihrer siebenköpfigen Familie vertrieben. »Die ADF stürmte unser Dorf, und ich floh mit meinem Mann und meinen sechs Kindern nach Butembo, wobei wir alles zurücklassen mussten. Nach einer kurzen Ruhephase kehrten wir zurück und pflanzten Bohnen an, doch die ADF kam zurück. Wir wurden erneut nach Butembo vertrieben, wo wir in extremer Armut leben. Wir alle müssen in zwei kleinen Zimmern schlafen. Die Kinder gehen nicht mehr zur Schule, und um sie zu ernähren, müssen wir über 30 km weit gehen, um Gras zu sammeln, das wir an Viehzüchter verkaufen. Wenn wir kein Gras sammeln können, tragen wir Sand oder verputzen Häuser, um zu überleben.«

»Mit dieser Hilfe hätte ich nie gerechnet! Vielen Dank für eure Großzügigkeit, und möge sie euch hundertfach zurückgegeben werden“,

sagte Suzanna.
Muindo

Muindo* ist ein junger Christ, der ebenfalls von dieser Hilfe profitiert hat. »Als meine muslimische Familie herausfand, dass ich zum Christentum konvertiert war, bedrohten sie mich und forderten, ich solle zum Islam zurückkehren, wenn ich bleiben wolle. Schließlich warfen sie mich hinaus, und die Kirche nahm mich auf. Die Gemeinde hat meinen Glauben gestärkt, meine Ehe unterstützt, und heute habe ich Hilfe und eine Bibel erhalten. Was kann ich noch sagen, außer Danke, immer und immer wieder Danke!«

Pastor Lazo

Pastor Lazo*, Vater von vier Kindern, ist aufgrund der ADF auf der Flucht. »Ich habe alles in Musenge zurückgelassen, als ich vor den Angriffen der ADF floh. Wir sind nun Binnenflüchtlinge in unserem eigenen Land. Manchmal helfen uns gütige Menschen, doch oft riskieren wir unser Leben, wenn wir zu unseren Feldern zurückkehren, um nach Nahrung zu suchen.«

»Mit der Unterstützung, die wir heute erhalten haben, werden wir ein Schwein kaufen, das eines Tages dazu beitragen wird, unsere Kinder zu ernähren. «

»Vielen Dank, und möge Gott euch segnen«, sagte Pastor Lazo.

Diese Unterstützung stärkt Christen, die wegen ihres Glaubens an Jesus extremer Verfolgung ausgesetzt sind, damit sie an den dunkelsten Orten, an denen die Menschen Jesus am dringendsten brauchen, Salz und Licht für das Evangelium sein können. Die Unterstützung ist für diese Christen zudem eine wichtige Erinnerung daran, dass sie Teil des Leibes Christi sind. Vielen Dank für Ihre anhaltende Unterstützung, die es uns ermöglicht, ihnen beizustehen!
* Namen aus Sicherheitsgründen geändert
 

Bitte beten Sie für Christen in der DRK:
  • Preisen wir Gott für seine Fürsorge und sein Erbarmen gegenüber diesen Familien.
  • Bitte beten Sie, dass noch viele weitere Familien die Hilfe erhalten, die sie brauchen, und vor weiteren Angriffen geschützt werden.
  • Beten Sie für den Erfolg der Maßnahmen, die im Rahmen dieser Hilfsaktionen eingeleitet wurden. Möge dies den Glauben der Gläubigen stärken.
  • Bitte beten Sie für die seelische Heilung von Isaya und seiner Frau, damit Gott die Lücke füllt, die der Angriff der ADF hinterlassen hat.
  • Beten Sie für die Wiederherstellung der staatlichen Autorität im Osten der DR Kongo, damit die vertriebenen Christen in ihre Dörfer zurückkehren können.
  • Bitte beten Sie für Gerechtigkeit und Frieden in der DRK.

 

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