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Nachrichten Nepal | 17 Juli 2026

Nepal: Geheilt, verwandelt, verfolgt: Das Zeugnis von Pastor Santosh

 

 
Show: true / Country: Nepal / Nepal
In seiner Jugend war Santosh* ein unerbittlicher Verfolger der Christen – heute ist er Pastor in Nepal. Seine Geschichte erinnert an die eindrückliche Wandlung von Saulus, der zu Paulus wurde, Jahrhunderte später.

Santosh, der aus einer Familie hinduistischer Priester in Nepal stammte, führte als Jugendlicher ein schwieriges Leben, das von Alkohol und Schlägereien geprägt war. Als erbitterter Gegner der Christen ließ er keine Gelegenheit aus, den Gottesdienst in seiner Nachbarschaft zu stören: Er warf während der Gottesdienste Steine und verspottete den Pastor. Die Christen im Ort gaben ihm den Spitznamen »Shaitan« (Satan) – ein Titel, auf den er damals stolz war.

Ein Wunder, das alles verändert

Schon mit 15 Jahren litt Santosh an Anfällen und verlor häufig das Bewusstsein. Trotz jahrelanger Rituale bei traditionellen Heilern und zahlreicher Tieropfer änderte sich nichts an seinem Zustand. Im Internat erzählte ihm sein christlicher Zimmergenosse oft von Jesus, doch Santosh wies diese Botschaft stets zurück und ging dabei manchmal sogar so weit, ihn heftig zu konfrontieren.
Eines Tages, als er bei einem Anfall erneut zusammenbrach, betete sein Freund für ihn. Santosh erinnert sich:

»Ich war augenblicklich geheilt und spürte, wie mein Körper wieder vollkommen gesund wurde.«

Von diesem Erlebnis tief bewegt, begann er, regelmäßig in die Kirche zu gehen, und nahm mit etwa 20 Jahren Christus als seinen Herrn an.

Von der eigenen Familie verstoßen

Die Reaktion war heftig: Seine Mutter schlug ihn mit einem Stock und warf ihn aus dem Haus. Obdachlos fand er Zuflucht bei seinem Pastor, der ihn drei Monate lang bei sich aufnahm, bevor er ihn zu einer Bibelausbildung schickte. Nach seiner Rückkehr wollte er seinen Glauben weitergeben, stieß jedoch auf den Spott seines Umfelds. Man sagte ihm, er solle zuerst seine eigene Familie bekehren, bevor er anderen predigte.
Angetrieben von dieser Herausforderung kehrte Santosh zu seiner Familie zurück und erzählte ihnen von seiner Heilung und seiner inneren Wandlung. Zunächst zeigten sie sich gleichgültig, doch nach und nach waren sie von der sichtbaren Veränderung in seinem Verhalten, das früher so gewalttätig gewesen war, berührt. Schließlich nahm die ganze Familie Jesus als Retter an und begann, gemeinsam in die Kirche zu gehen.

Wegen ihres Glaubens zu »Unberührbaren« geworden

Diese Veränderung sorgte in ihrem Umfeld für Aufruhr. Die Familie, die aus einem einst hoch angesehenen Priestergeschlecht stammte, wurde von einem Tag auf den anderen zu »Unberührbaren«: Die Nachbarn führten nach jedem Kontakt mit ihnen Reinigungsrituale durch, und die Händler weigerten sich, ihnen irgendetwas zu verkaufen, sodass sie gezwungen waren, sich in einem Nachbardorf mit dem Nötigsten zu versorgen. Die Feindseligkeit schlug in körperliche Gewalt um: Santosh wurde mehrfach geschlagen, und auch seine Mutter und seine Schwestern wurden misshandelt, als sie versuchten, ihn zu beschützen. Die Familie war gezwungen zu fliehen und ließ sich in der Nähe der Kirche nieder. Später kehrte Santosh in seine Heimatstadt zurück, um dort eine Kirche zu gründen. Doch dann wurde diese von Dorfbewohnern verwüstet, die sogar Anzeige gegen ihn erstatteten. Da er keine offizielle Genehmigung hatte, griff die Polizei ein. Er musste erneut wegziehen.

Standhaft in der Verfolgung

Auch an seinem neuen Wohnort ist Santosh weiterhin Verfolgung ausgesetzt, doch inzwischen hat sich seine Sichtweise geändert. Ein Seminar zur Vorbereitung auf Verfolgung, das von Partnern von Open Doors organisiert wurde, hat ihm das Verständnis und die Werkzeuge an die Hand gegeben, um die Prüfung, die er durchlebt, aus biblischer Sicht zu verstehen und ihr mutig zu begegnen. 

»Ich vergebe denen, die mich verfolgen, denn wie auch ich einst kennen sie die Wahrheit noch nicht«,

sagt Pastor Santosh lächelnd.

Er bittet um Gebet für seine Kirche und für alle, die wie er wegen der Verfolgung ihr Dorf verlassen müssen.

* Namen aus Sicherheitsgründen geändert
Bitte beten Sie für Christen in Nepal:
  • Beten Sie für Pastor Santosh und seinen Dienst. Es liegt ihm sehr am Herzen, Menschen, insbesondere die Dorfbewohner seiner Heimatstadt, mit dem Evangelium zu erreichen. Beten Sie, dass Gott ihre Herzen erweicht, damit sie die Botschaft der Erlösung annehmen können.
  • Pastor Santosh trägt die Last, Pastoren kleiner Hausgemeinden für den kirchlichen Dienst auszubilden und zu befähigen. Beten Sie, dass er seine Vision verwirklichen kann.
  • Da die Schulung zur Vorbereitung auf Verfolgung Gläubige dazu befähigt, Widrigkeiten zu begegnen, beten Sie, dass sie geistliche Kraft gewinnen, um fest für Christus einzustehen, ohne aufzugeben.
  • Beten Sie für Nepal, ein Land von großer Vielfalt, damit seine Menschen die Liebe Christi erfahren und ein verändertes Leben führen können.
  • Die Verfolgung nimmt zu; Pastoren und Gemeinden sind ständig Angriffen ausgesetzt, insbesondere in den südlichen Provinzen Nepals. Stärken Sie die Gläubigen in den kleinen Hausgemeinden und ihre Pastoren, damit sie angesichts von Widerstand standhaft im Glauben bleiben und Herausforderungen gemeinsam in Einheit begegnen können.
  • Oftmals sind Gemeinden, Gläubige und Pastoren gezwungen, in abgelegene Gebiete umzuziehen, um Schikanen durch Extremisten zu entgehen. Beten Sie um Gottes Fürsorge, Führung und Schutz für sie.

 

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